News zur ACR
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News am 19.10.2011

Schlussbericht - ACR - 2011
 
Mit einem „goldenen“ Oktoberwochenende ging am Samstag Nachmittag nach ca. 600 Kilometern und schwieriger und abwechslungsreicher Strecke die Rallye vor dem Tegernseer Bräustüberl unfallfrei zu Ende. Am ersten Tag hatten alle ihre Probleme mit der Navigation, um auch den richtigen Weg zu finden, da nach Strassen-Karte gefahren wurde und einige damit offensichtlich völlig überfordert waren. Als Belohnung für die 6 1/2 Stunden Non-Stop gab es dann zum Abendessen eine zünftige Schweinshaxe und einen Apfelstrudel im Feichtner-Hof und – welch ein Glück für die Beifahrer – auch schon das Roadbook für Samstag, um sich noch richtig und umfassend vorzubereiten. Die Zeiten am Samstag sprechen eine deutliche Sprache !! – Alle Teams waren um vieles besser, als am Vortag !!
 
Leider haben bereits am ersten Tag dann auch 2 Crews das Handtuch geworfen und sind am Samstag nicht mehr angetreten, was wirklich schade war, denn die Samstag-Strecke durch das Tegernseer- und Chiemseer-Voralpenland war für alle ein Erlebnis und die Sollzeiten konnten auch fast von allen (nach der punktereichen Eingewöhnung am Freitag) erreicht werden. Unter Anderem gab es auch 2 selektive Etappen auf Sandstrasse zu fahren, - die angebotene Umfahrung auf fester Fahrbahn, um ggfls. das Auto zu schonen, wurde aber von allen nicht in Anspruch genommen. 
 
Wie auf „Schienen“ fuhren die Mercedes-Teams Burgbacher/Klaus auf einem 3,5 SEL und Sporner/Überschaer mit der 63-er Heckflosse vorneweg und matchten sich gegenseitig von einem Kontrollpunkt zum nächsten bis ins Ziel, wobei die Heckflosse dann, nur um wenige Punkte geschlagen, auf den 2. Platz kam. Dritte wurden Karsten und Julia Drewes auf Alfa-Romeo 2000 GTV, die beständig alle Passierkontrollen einsammelten und mit großer Präzision den Rest des kleinen Feldes abhängen konnten. Für die Damen gab es, wie immer bei der ACR, Blumen und Julia Drewes gewann den Damenpokal vor Christine Porstmann und Doris Neuhann.
 
Die Siegerehrung im Bräustüberl endete für den „harten Kern“ gegen 2 Uhr Früh am Sonntag in der „Sonnwend-Bar“, wo man sich einig war, im nächsten Jahr wieder zu kommen, ein paar Freunde mitzubringen, um das Starterfeld zu beleben, und bereits im Vorfeld das Lesen von Strassenkarten zu üben, worüber wir uns, als Veranstalter, besonders freuen würden.
 
Der Termin für die ALPEN-CLASSIC-RALLYE - 2012 steht bereits ! 
 
Bitte vormerken : 12. – 13. Oktober im Tegernseer Tal
 
Mit sportlichen Grüßen
 
Ihr Organisationskomitee
Alpen-Classic-Rallye 2011
 
Dipl.-Ing. Kurt Schimitzek

News am 15. August 2011

Es sind noch Startplätze frei !! - Sie können sich noch kurzfristig zu einer der schönsten Oldtimerrallies im "Goldenen Oktober" anmelden !!

Bitte beachten Sie die geänderte Ausschreibung, die wir um 2 attraktive Hotel-Übernachtungs-Pakete erweitert haben. Sie können diese nun direkt auch mit Abgabe Ihrer Nennung mitbuchen. 

z.B. Im Hotel Villa Sonnwend in Kreuth:
Im Doppelzimmer:                        59,00 € pro Person und Nacht
Im Einzelzimmer:                          99,00 € pro Person und Nacht

z.B. Im Hotel zur Post in Kreuth:
Im Doppelzimmer:                        43,20 € pro Person und Nacht
Im Einzelzimmer:                          54,00 € pro Person und Nacht
 
Die Zimmerpreise sind inklusive Frühstücksbüffet, Kurtaxe und Mehrwertsteuer.
Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen am Tegernsee

5. Mai 2011

Mit großer Freude stellen wir fest, daß zum 1. Nennungsschluss bis 1. Mai bereits genügend Anmeldungen vorliegen, sodaß die Rallye in diesem Jahr wieder sicher stattfinden kann. Wir freuen uns sehr über diese positive Entwicklung und werden für Sie eine anspruchsvolle und herausfordernde Oldtimer-Rallye nach dem Motto "back to the roots" vorbereiten.

Bitte beachten Sie die Baujahrsgrenze, die wir in diesem Jahr auf 1986 heraufgesetzt haben, um auch den Besitzern vieler wertvoller Automobile - älter als 25 Jahre - die Möglichkeit zu geben, bei dieser Classic Rallye am Tegernsee mitzumachen.

1. März 2011

Die diesjährige Alpen-Classic-Rallye findet von Freitag, den 14. bis Samstag, den 15. Oktober 2011 am Tegernsee statt.

Mit der ACR - 2011 haben wir unsere Veranstaltung den neuen Anforderungen und Wünschen vieler Teilnehmer angepasst. Kein "erbitterter Kampf" um Sekundenbruchteile - mehr Fahren und Geniessen - mehr Spass und weniger Stress !! 

Erleben Sie die "Goldene Zeit" des Rallye-Sports der 50-er, 60-er und frühen 70-er Jahre !!

Durchhalten und Ankommen ist das Ziel - alles andere zählt nicht !!

 
wir sagen "Danke" Drucken
Nachruf

Im vergangenen Monat sind zwei sehr liebe Freunde der Alpen-Classic-Rallye für immer von uns gegangen. Tief betroffen haben wir die Nachrichten vom plötzlichen Ableben von Jochen Berger und Sepp Greger aufgenommen.

Beide haben uns auf unserem jungen Weg von Anfang an begleitet und uns mit ihrem Wissen und ihrer Hilfsbereitschaft sehr unterstützt.

Jochen hat, nachdem er im ersten Jahr noch mit Peter Rust als Beifahrer unterwegs war, in den Folgejahren unser Roadbook geschrieben und die Strecken mit dem Vorausauto mit seiner Frau Gabi kontrolliert.

Sepp hat seinen Original Siegerpokal des Wallbergrennens von 1962 für die ACR gestiftet, für den jeweiligen Sieger unserer Bergprüfung, die bisher auch auf dem Wallberg, in Anlehnung an das historische Wallbergrennen der frühen Jahre, ausgetragen wurde.

Wir werden Euch beide sehr vermissen und wünschen Euch, daß es, da wo Ihr jetzt seid, vielleicht auch ein wenig nach Benzin riecht.

Für das Organisationskomitee der Alpen-Classic-Rallye
Dipl.-Ing. Kurt Schimitzek

 
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Gedanken zum „Rallye-Sport“ mit historischen Fahrzeugen

Liebe Motorsportfreunde und Oldtimer-Enthusiasten -

Nach vielen 1000-den Kilometern auf Oldtimer-Rallies in ganz Europa wurde im Herbst 2004 die Idee zur Alpen-Classic-Rallye – kurz ACR - geboren. Es sollte eine Zusammenfassung vieler schöner Momente aller von uns besuchter Veranstaltungen werden, aber auch alles weglassen, was uns nicht so gut gefallen hat.

Im Vordergrund stand die Idee, die Rallies der 60-er Jahre wieder aufleben zu lassen, mit den Möglichkeiten, die es damals gegeben hat. Fahren nach Roadbook und Karten, Messungen auf den Wertungsprüfungen mit Stoppuhr auf die volle Sekunde und vor allem mit jeder Menge Freude am Fahren, was nach unserer Meinung bei vielen Veranstaltungen von heute leider kaum noch der Fall ist.

Wer gerne zwei bis drei Tage lang (für viel Geld) ca. 150 – 200 Mal gegen eine Lichtschranke oder über einen Schlauch fahren möchte, soll das machen, aber mit dem Begriff „Rallye“ hat das kaum noch zu tun, auch wenn zwischendurch einige Landstrassenkilometer „abgeradelt“ werden, die ohnehin kaum beachtet werden, weil der Stress wegen einiger verpasster 100-stel im Fahrzeug viel zu groß ist. 

Der Teilnehmer kommt ja ohnehin aus Bequemlichkeit. Am Besten kurz vor dem Start – wo ist das Roadbook ? – natürlich nur mit Chinesenzeichen – wann geht es los und wie viele Sekunden noch ?? – Die meisten Teilnehmer wissen den ganzen langen Tag nicht, wo sie in der Landschaft hin- und herfahren.

Der Copilot beherrscht nicht mehr als drei Worte – rechts / links / geradeaus – die er nach jeweiligem Ziehen eines Stöpsels am Twinmaster von sich gibt, denn die sprechende Uhr zählt dem Fahrer die Sekunden bis zur Lichtschranke besser als jeder Beifahrer exakt herunter.

Oder dem Beifahrer fehlen mindestens zwei Hände zur Bedienung aller elektronischen Geräte, die er zur Einhaltung der Vorgaben zu bedienen hat. Auch die „Sanduhrklasse“, die die Kosten der Crews reduzieren sollte, ist ein Schuss nach hinten, denn gerade hier wird gelogen und betrogen wie nie zuvor.

Auch wenn ein „Saulus“ zum „Paulus“ wurde, aber wer glaubt das schon wirklich ??

Welcher Veranstalter hat schon einmal rigoros die Einhaltung seiner Regeln überprüft und eine Disqualifikation ausgesprochen ??
Wer hier als Veranstalter oder Teilnehmer einen Protest anzettelt und durchgreifen möchte, zieht zwangsläufig allen Ärger auf sich. Wer möchte schon gerne als Ankläger auftreten ? - und deshalb werden alle Augen nicht nur zugedrückt sondern regelrecht verschlossen.

Diese Art von „Rallye“ sollte die ACR mit Sicherheit nicht werden, obwohl viele Veranstalter dieses „doch so erfolgreiche und bei den Teilnehmern bestens eingefahrene“ Einheits-& Einerlei-Programm bevorzugen.

Bei dieser Gelegenheit sei erlaubt, unsere Meinung zur Durchführung einer Rallye zu erläutern:

Dass die absolute Einhaltung der Schnitt-Geschwindigkeit mit allen erdenklichen technischen (und teuren) Hilfsmitteln nicht die einzige Anforderung sein kann, ist uns als Veranstalter in den letzten Jahren immer bewusster geworden. Die Cockpits der Beifahrer sind teilweise bestückt wie die Kanzel eines Jumbo Jets. Wir aber wollen zurück zu dem, was früher zählte und unsere Vorbilder aus der Jugendzeit begeisterte. Die ACR führt Sie zurück zu den Ursprüngen des Begriffes „RALLYE“.

Unser Kollege Ernst Marquart spricht uns mit seinen Beobachtungen aus dem Herzen – Zitat :

> Der „Sport“ mit historischen Fahrzeugen mit Gleichmäßigkeitsprüfungen boomt unter dem Motto „Jedem Dorf seine Oldtimer-Rallye“. Die Veranstaltungskalender sind vollgestopft. Von April bis Oktober kann man jedes Wochenende seinen „Oldtimer“ mehr oder weniger angeblich sportlich bewegen.

Aber fast nur ganz gleichmäßig – ein netter Zurückgebliebener nennt dies „gleichgültig“ – ähnlich wie bei einem Air-Restictor bei Rennmotoren werden alle Drehzahlen über 2.000 U/min und Geschwindigkeiten über 49,9 km/h weggefiltert. Wieso nennen sich dann viele dieser Veranstaltungen eigentlich Rallye? Nutzen eines bekannten Begriffes für einen nahezu bis zur Unkenntlichkeit veränderten Typ von Automobilsport?

Diese Modifikation hat auch Veranstalter, Teilnehmer, Fahrzeuge und Strecken deutlich geprägt – von den Anforderungen der selektiven, kombinierten Prüfungen sind die Veranstalter zu „gedrosselten“ Ausfahrten in touristisch interessanter Umgebung mit sterilen, austauschbaren 1/100-Sekunden-Klauberein (Originalton Walter Röhrl „Tipferlscheißen“) geworden.

Das Idealfahrzeug hat einen 8 Zylindermotor, 4 Liter Hubraum, 300 PS und ist je nach Frischluftbedarf des Fahrers Cabrio oder Coupé, Limousinen werden seltener, Rallyefahrzeuge sind eher die Ausnahme. Von Sponsoring-Ort zu Sponsoring-Ort zieht die Karawane, zwar noch nicht im Kreis wie die WRC, aber viel fehlt nicht mehr. Wo bleiben die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Dauerbelastungen? Doch nur mehr in den Köpfen der „Zurückgebliebenen“ ? 
  
Muss es immer ein Roadbook mit Wegvorgabe auf Meter genau sein? Müssen alle Kriterien in langen Fahrerbesprechungen, wo ohnehin kaum jemand zuhört, vorgekaut sein und additiv erfüllt werden? Müssen es immer Straßen mit Autobahnqualität sein? Muss es immer heller Tag sein?
Die klassischen Rallies schrieben die Strecke von A nach B nach C usw. vor, nur wenige Passierkontrollen überprüften die Einhaltung, manche davon geheim. Kartenlesen und Vorbereitung war sinnvoll, gefundene Abschneider eher ein Zeichen der Qualität als des „Betruges“. Zeitweise war auch Taktik gefragt, wo man abwägen musste, ob man alle Kriterien in der vorgegeben Zeit erfüllen kann.

Über die Sinnhaftigkeit von Dauerbelastungen kann man sicher diskutieren – Spa-Sofia-Liége bis 1964 war sicher der nicht sehr sinnvolle Höhepunkt – aber alle zwei Stunden Essen und Trinken oder Kaffee und Kuchen einnehmen und um 16:30 Uhr den automobilen Schatz in der Hotelgarage abstellen, sind keine echten Belastungen.< Zitat Ende !

Bereits bei den vorangegangenen ACR`s und den bisherigen Erfahrungen bei anderen Rallies stellten wir fest, dass die technische Aufrüstung bei den Teilnehmern stets weiter voranschreitet und keine Mühen und Kosten gescheut werden, um ganz vorne dabei zu sein.

Es kann aber nicht unser Ziel sein, dass nur die Crews mit den besten und teuersten Geräten vorneweg fahren !!
Unsere Vorstellung ist, dass der wirklich Beste gewinnt, unabhängig von der Verwendung teurer Geräte oder Hilfsmittel.
Deshalb haben wir von Anfang an auf das Verbot elektronischer Hilfsmittel verzichtet, da die Verwendung kaum oder gar nicht zu kontrollieren ist. 
Wir werden die Anforderungen der Rallye zukünftig noch stärker dahingehend ausrichten, dass die Benutzung aller (teuren) Geräte und Hilfsmittel durch die besondere Aufgabenstellung der Rallye kaum Vorteile bringen kann !

Nur die gemeinsamen Fähigkeiten von Fahrer und Beifahrer werden hier verlangt – nur das soll zählen.

Durchhaltevermögen, Ausdauer, Improvisationskunst und Vielseitigkeit, – das waren die Talente der Sieger der 60-er Jahre – das ist es, was die ACR von ihren Teilnehmern auch heute verlangt.


Die ALPEN-CLASSIC-RALLYE – Seien Sie herzlich willkommen !!

Für das Organisationskomitee der ACR

Dipl.-Ing. Kurt Schimitzek